Presbyterium stellt Zukunftsszenarien vor

unter Presbyterium, Reformationskirche, Versöhnungskirche am 8. Januar 2015

Die Evangelische Reformationskirchengemeinde Neuss berät darüber, wie die Gemeindearbeit künftig auf ein Gemeindezentrum konzentriert werden kann. Auf einer Gemeindeversammlung am 18. Januar 2015 nach dem 9.30-Uhr-Gottesdienst in der Versöhnungskirche stellt das Presbyterium die zu drei Zukunftsszenarien im bisherigen Planungsprozess gesammelten Erkenntnisse als Zwischenstand vor.

Seit 2012 verfolgt die Gemeinde Überlegungen, statt der bisher zwei Gemeindezentren Reformationskirche (Berliner Platz) und Versöhnungskirche (Furtherhofstraße) sich aus Kostengründen auf ein Gemeindezentrum zu konzentrieren. Dazu prüft das Presbyterium die beiden bestehenden Zentren sowie die Möglichkeit, das künftige Gemeindezentrum an einem neuen Standort zu errichten. “Wir haben eine Steuerungsgruppe eingesetzt, externe Fachleute hinzugezogen und auf zwei Klausurtagen intensiv über Konzeptfragen sowie Vor- und Nachteile jedes der drei Szenarien diskutiert”, erläutert Presbyteriumsvorsitzende Angelika Tillert. Mit dem Verbandsvorsitzenden Pfarrer Sebastian Appelfeller, dem neuen Superintendenten Pfarrer Dietrich Denker sowie der Neusser Stadtverwaltung steht die Gemeinde im Gespräch.

“Auf der Gemeindeversammlung stellen wir die inzwischen gewonnenen Erkenntnisse zu den drei Szenarien der Gemeinde und Überlegungen zu einer zukünftigen Gemeindearbeit vor”, erklärt Presbyter Jörg Nehr, Leiter der Steuerungsgruppe. Ein Beschluss werde noch nicht getroffen: “Wir werden die Rückmeldungen aus der Gemeinde aufnehmen und danach über die weitere Vorgehensweise entscheiden.”

Die Präsentation wird der Berater und Moderator Jörg Beste vom Büro synergon aus Köln übernehmen. Beste, der neben Architektur und Stadtplanung auch Theologie studiert hat, verfügt über Erfahrung bei Neuorientierungsprozessen von Kirchen und unterstützt das Presbyterium bei der Arbeit an dem Projekt.

Nach der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat die Gemeindeversammlung beratende Funktion. Auszug aus der Kirchenordnung:

“Artikel 35

(1) Das Presbyterium muss die Mitglieder und Mitarbeitenden der Kirchengemeinde mindestens einmal im Jahr zu einer Gemeindeversammlung einladen. In Gesamtkirchengemeinden findet die Gemeindeversammlung in den Gemeindebereichen statt. Die Gemeindeversammlung ist öffentlich, soweit das Presbyterium im Einzelfall nicht etwas anderes beschließt.

(2) Zeit und Ort der Gemeindeversammlung sowie die Tagesordnung sind im Gottesdienst durch zweimalige Kanzelabkündigung und in sonst geeigneter Weise mitzuteilen. Mitglieder der Kirchengemeinde können Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung der Gemeindeversammlung stellen; darüber entscheidet die oder der Vorsitzende.

(3) Die Leitung der Gemeindeversammlung liegt bei der oder dem Vorsitzenden des Presbyteriums. Sie kann vom Presbyterium auch einer anderen Person übertragen werden.

(4) In der Gemeindeversammlung wird über die Arbeit der Kirchengemeinde und über die Gesamtlage der Kirche berichtet und beraten. Insbesondere sind in der Gemeindeversammlung folgende Angelegenheiten zu besprechen: eine beabsichtigte Veränderung der Zahl der regelmäßigen Gottesdienste oder eine Änderung der Gottesdienstordnungen, die Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben, Bauvorhaben, die Planung gemeindlicher Einrichtungen mit besonderem Kostenaufwand, die Planung der Teilung oder Aufhebung der Kirchengemeinde oder die Zusammenlegung der Kirchengemeinde mit einer anderen sowie die Überlegungen des Presbyteriums im Blick auf die Pfarrstellenbesetzung.

(5) Für den Wechsel der Art des Verfahrens der Presbyteriumswahl ist eine gesonderte Gemeindeversammlung einzuberufen. Diese wirkt durch Beschlussfassung am Wechsel mit.

(6) Die Ergebnisse der Gemeindeversammlung sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Presbyterium hat hierüber zu beraten und die Gemeinde in geeigneter Weise über seine Entscheidungen zu unterrichten.

(7) In Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrbezirken können neben der Gemeindeversammlung auch Bezirksversammlungen einberufen werden.”

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