Mittelfristig ein Gemeindezentrum

unter Presbyterium, Reformationskirche, Versöhnungskirche am 24. Januar 2012

Am 21.01.2012 befasste sich das Presbyterium (Gemeindevorstand) auf einem Klausurtag mit den Perspektiven der Gemeinde für die nächsten Jahre vor dem Hintergrund einer zunehmend angespannten Finanzlage und prognostizierter sinkender Kirchensteuern. Das Presbyterium hat sich das Ziel gesetzt, hier frühzeitig Weichen zu stellen und die Zukunft zu gestalten, bevor der Gemeinde durch Sachzwänge von außen das Gesetz des Handelns aus der Hand genommen wird.

Die Gemeinde hat derzeit ein Haushaltsdefizit von 43.230 Euro (Haushaltsplan 2012), das sich nach den Prognosen jedoch in den kommenden Jahren auf rund 150.000 Euro pro Jahr aufbauen wird. Da nennenswerte neue Einnahmequellen nicht in Sicht sind, sollen die Ausgaben mittelfristig um rund 150.000 Euro pro Jahr reduziert werden.

Vor dem Hintergrund der Hauptkostenblöcke im Haushalt bestehen hierzu grundsätzlich folgende Optionen:

  1. Personalkürzungen, oder
  2. Kürzungen bei Gebäuden.

Es besteht im Presbyterium Einigkeit darüber, dass das derzeitige Angebot an Aktivitäten und Unterstützung in vielen Lebenslagen einen maßgeblichen Beitrag für ein lebhaftes Gemeindeleben leistet, der bei einer Kürzung bei den Mitarbeitern in dieser Form nicht weitergeführt werden könnte.

Daher sollen die Einsparungen nur durch Kürzung der Gebäudeausgaben erreicht werden. Geplant ist eine Verkleinerung von derzeit zwei Gemeindezentren auf ein Gemeindezentrum. Drei alternative Szenarien werden geprüft:

  1. Konzentration auf das Gemeindezentrum Versöhnungskirche, Furtherhofstraße,
  2. Konzentration auf das Gemeindezentrum Reformationskirche, Berliner Platz,
  3. Ersatz beider Zentren durch den Bau, Kauf oder die Anmietung eines neuen Standortes.

Szenarien 1 und 2 bedeuten, dass das jeweils andere Gemeindezentrum geschlossen bzw. einer anderen Verwendung zugeführt werden muss. Szenario 3 bedeutet dies für beide bisherigen Zentren.

Die Prüfung der drei Alternativszenarien erfolgt ausdrücklich ergebnisoffen. Das Presbyterium wird die Konsequenzen jedes dieser Szenarien ermitteln und gegenüberstellen, u.a. in Bezug auf

  • Erreichbarkeit, Präsenz, institutionelles, verkehrstechnisches und demografisches Umfeld,
  • Haushaltswirkung (Einmaleffekte und nachhaltige Wirkung), und
  • Konzeption, Gemeindegruppen, Raumsituation, sowie haupt- und ehrenamtliches Personal.

Diese Vorgehensweise wurde am 22.01.2012 auf der Gemeindeversammlung vorgestellt und erörtert. In den nächsten Tagen soll der Zeitplan für das weitere Verfahren ausgearbeitet werden. Das Presbyterium wird die Gemeinde über die Vorgehensweise und den aktuellen Stand informiert halten. Anregungen und Ideen aus der Gemeinde sind – auch im weiteren Verlauf – jederzeit willkommen.

Weitere Meldungen: Presbyterium, Reformationskirche, Versöhnungskirche